Albert Vigoleis Thelen

 
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In Viersen wird von Juni - Oktober 2017 die Thelen-Ausstellung "Meine Heimat bin ich selbst - Ein Leben im Exil" stattfinden. Es gibt wenige Schriftsteller, bei denen die Geburts- und Todesdaten so wenig über die Zeit zwischen Ihnen aussagen wie bei Thelen. Geboren in Viersen am 28.9.1903 und gestorben im Viersener Ortsteil Dülken am 9.4.1989. Ganz schön langweilig, könnte man meinen, und ganz schön provinziell. Das Gegenteil ist der Fall. Der Kosmopolit Thelen lebte 55 Jahre im Exil. In den Niederlanden, in Spanien, in Portugal und in der Schweiz. Wer Thelens Werke gelesen hat und nun die Exponate anschauen möchte, die seine Exilzeit lebendig werden lassen, dem sei diese Ausstellung sehr empfohlen. >>>Ort: "Viersener Salon" in der Villa Marx, Gerberstraße 20, 41748 Viersen >>>Eröffnung: 25.6.2017 um 11:00 Uhr >>>Finissage: 15.10.2017 um 11:00 Uhr mit einer Lesung von Michael Grosse, Generalintendant der Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach

Und hier informieren wir Sie über unser Projekt: Das Vigoleis-Wörterbuch: „In der Manege der Wörter war Thelen Jongleur, Clown und Hochseilartist zugleich."


Die ersten Arbeiten zu einem Vigoleis-Wörterbuch gehen auf die Thelen-Dissertation „Doppelgänger seiner selbst“ von Jürgen Pütz zurück. Pütz untersuchte Thelens Sonderwortschatz in dieser 1990 erschienenen Arbeit auf 48 Seiten und klassifizierte 179 Wörter in den Kategorien Archaismus, Neologismus, Fachsprache, Umgangssprache und landschaftlich gebundene Sprache. Seit dieser Zeit hat Pütz das Thema weiter beschäftigt. Zahlreiche Anfragen von Lesern zu „merkwürdigen“ Thelen-Wörtern kamen ebenso hinzu wie die Vermutung, Thelen gehöre zu den Autoren mit dem größten Wortschatz in deutscher Sprache.

Ziel des Vigoleis-Wörterbuches ist es, den besonderen Wortschatz Thelens umfangreich darzustellen. Dabei soll nicht nur die „Insel des zweiten Gesichts“ ausgewertet werden, sondern sein gesamtes Werk: die Prosa, die Lyrik und seine Briefe. Darunter auch Hunderte von unveröffentlichten Briefen.

Die aufzunehmenden Wörter werden zunächst nach subjektiven Kriterien ausgewählt. Danach wird geprüft, ob sie in einem oder mehreren der folgenden Wörterbücher nachweisbar sind: Deutsches Wörterbuch der Brüder Grimm, Adelung, Goethewörterbuch, Rheinisches Wörterbuch sowie dem größten aktuellen Wörterbuch der deutschen Sprache, dem zehnbändigen Duden in der 3. Auflage von 1999. Nach der Prüfung wird die Aufnahme ins Wörterbuch entweder verworfen oder die Wörter werden einer der oben genannten Kategorien zugeordnet. Die entsprechende Thelen-Originalstelle wird zitiert. Durch diese Zitate wird das Wörterbuch auch zu einem Lesebuch.

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